Auswärtsfahrt nach Montepellier
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Auswärtsfahrt nach Montepellier
Bericht von Tobse
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Die Iron Blue'ler Marcel und Tobse schildern jeweils Ihre Eindrücke der letzten Campions League Auswärtsfahrt in 2012

Hier der Bericht von Marcel:

Beide Irons, die nach Montpellier reisten waren riesig gespannt und hatten die vermeintlich schönste Freude: "Vorfreude"! Es war unser erstes Internationales Auswärtsspiel. Ich hatte meine Sachen schon Sonntagabend fertig gerichtet, obwohl es erst am Dienstagmorgen losging! Dienstagmorgen ging es los. Trotz des frühen Treffpunkts waren wir beide Topfit und mega-gespannt. Nach bisschen mehr wie 90 min fahrt und einen kleinen ungewollten Umweg kamen wir in Straßburg am Hauptbahnhof an.

Unser erster französischer Kontakt war ein Soldat mit dem Maschinengewehr am Anschlag! Jetzt schon Angst vor den Schalkern??? Wir trafen noch einige weitere Schalker am Bahnhof und stiegen zusammen in den französischen "Schnellzug". Die Fahrt bis nach Montpellier dauerte 6 stunden. Meiner Meinung nach hätte es mit einem deutschen "Schnellzug" also ICE keine 4Stunden gedauert! Aber dank flüssiger Unterstützung bekamen wir diese Zugfahrt auch hinter uns! In Montpellier angekommen hieß es erst mal ein kleinen Schnappschuss mit unserer neuen Fahne vorm Hauptbahnhof zu machen.

Dann kurz ins Hotel, Taschen rein schmeißen, bisschen frisch machen und ab in die Stadt. Unser Hotel lag zum Glück direkt am Place de Comedien, welcher der Schalker Treffpunkt war. Es regiert schon ganz klar Königsblau in der Stadt. Dann hieß kurz was essen und für flüssigen Nachschub sorgen. Zum Glück gibt es in Frankreich kein Flaschen- und Dosenpfand. Erleichterte die Auswahl immens! Die französische Weihnachtskultur haben wir uns auch zu Gemüte geführt. Nämlich in dem wir gemütlich über den Weihnachtsmarkt schlenderten.

Dann hieß es noch ein paar Bier trinken bis es dann ab ins Stadion ging. Wir hatten uns schon den ganzen Tag auf den Marsch zum Stadion gefreut. Doch dieser war leider viel kürzer als erhofft. Es ging nur knapp 1km bis zur nächsten Straßenbahnhaltestelle und dann alle in die Bahn. Aber der kleine Marsch war super! 600 - 700 Schalker marschierten durch die Straße. Stimmgewaltige Fangesänge und die bengalischen Lichter kannten die Franzosen anscheinend nicht! Zumindest die ganzen Schaulustigen mit ihren Handycameras nicht! Vor dem Stadion haben wir uns schon auf große Einlasskontrollen vorbereitet. Doch es war genau das Gegenteil der Fall! Es war ganz entspannt, friedlich und freundlich alles! (anders als national!!!) Im Stadion mussten wir ein gutes Plätzchen für unsre Fahne finde. Das war schnell gefunden. Doch ohne Klebeband oder ähnlichem war das befestigen schwer! Zum Glück helfen Schalker immer Schalker und uns wurde ausgeholfen. Dann gings los in dem alten klassischen Stadion. War toll mal wieder richtige Flutlichtmasten zusehen anstatt der modernen Arenakultur zur heutigen Zeit. Ein kleine französische fangruppe versuchte direkt neben unserm Block uns vergebens zu übertrumpfen!

Beim Einlauf der Mannschaften ging es in den französischen Heimblock los! Mehrfache Bengalos und Böller wurden gezündet. Das ganze Schauspiel ging aber über das ganze Spiel. Immer mal wieder ein Bengalo. Im Schalkerblock blieb es das ganze Spiel über friedlich und Pyrofrei. Aber die Stimmung war wie erwartet Gigantisch (trotz mangelhaften Spiel) Nach dem Spiel gab’s die erwartete Blocksperre. Doch mit knapp 40 min hatte keiner gerechnet. Danach ging es schnell und friedlich zu den Bussen bzw. der Straßenbahn! Das Umfallen war auch diesmal in der Bahn nicht möglich. Dann noch ein kleiner Mitternachtssnack und ab ins Hotel. Um halb 1 etwa gönnten wir dann unsren Füßen eine Pause. Am nächsten Morgen wurde dann noch eine Kleinigkeit gefrühstückt und ab zum Zug. Nochmal 6 Stunden Zug fahren und 90 min Auto fahren dann waren wir daheim!

Es war ein super Erlebnis!!! Genau deswegen immer wieder gerne!

Den Bericht von Tobse gibt's auf der nächsten Seite

Die Beiden haben auch ein paar Bilder mitgebracht. Die findest Du hier in unserer >>Galerie<<

 


 

Hier der Bericht von Tobse:

Am Dienstagmorgen machten sich zwei von uns Richtung Montpellier auf. Zunächst ging es mit dem Auto nach Straßburg. Nach einer hektischen Autofahrt am Bahnhof in Straßburg angekommen machten wir gleich mit der schwer bewaffneten Gendarmarie Bekanntschaft. Auf Grund der sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten fanden wir dann selbst heraus das es in Frankreich üblich ist das das Gleis auf dem die Züge ankommen immer kurz vor dem Eintreffen des Zuges bekannt gegeben wird (anderes Land andere Sitten). Im Zug nahmen wir dann unsere Sitzplätze ein und nach einigen Bier und einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir ohne besonderen Vorkommnisse Montpellier.

In Montpellier machten wir uns gleich auf den Weg ins Hotel um uns danach am Place de Comedien die Zeit bis zum Abmarsch zu vertreiben. Vor Ort gab es noch einen kleinen Weihnachtsmarkt mit einigen Spezialitäten die allerdings gewöhnungsbedürftig waren.

Gegen 18uhr setzte sich der Schalker Mob lautstark und eindrucksvoll in Bewegung. Nach ca. 1km Fußmarsch ging es dann via Straßenbahn in Richtung Stadion. Am Stadion angekommen verliefen die Einlasskontrollen locker und entspannt ohne Vorkommnisse oder Aggressionen. Kein Vergleich zum deutschen Bundesliga Alltag bei dem man schon vom Empfang der Hundertschaft genervt ist.

 

Im Gästeblock angekommen hissten wir unsere Fahne und positionierten uns hinter dem Tor. Zum Intro präsentierte die Gegenseite ein gelungene Pyro Show. Die Nordkurve startete lautstark in die Partie und hielt das Niveau bis zur zweiten Halbzeit hoch. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte die Nordkurve traditionell ihr "Vorwärts Schalke " und das hinterließ Eindruck auch bei der Mannschaft und so köpfte Höwedes per Flugkopfball in der 65.minute zum 1:0 ein. Gegen Ende der 2ten Halbzeit ließ die Nordkurve etwas nach. Nach Abpfiff und nach einer Stunde überflüssige blocksperre ging es in Richtung Tram und ab ins Hotel.

Am nächsten Morgen war die Nacht um 8.30 Uhr zu Ende und wir machten uns eine Stunde später auf Richtung Bahnhof und auf den Heimweg